2009 |
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| 2008 |
29. November - 1. Dezember
Werkstattausstellung Uwe
Löllmann |
| 12. November |
Wir befinden uns am fünften
Tag des Brandes, die Temperatur ist fast bei 1300C. Morgen im Laufe
des Tages sollte der Ofen zugemauert werden, dann zehn Tage Abkühlzeit.
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| 23. Oktober |
Mitte November soll noch
einmal gebrannt werden, das heißt, ich arbeite intensiv an der Drehscheibe,
forme eine neue Gruppe von Schalen und Platten. Daneben arbeite ich an
kleinen Alltagsgegenständen für den täglichen Gebrauch, eine schöne
Arbeit, die mich schnell ins Zentrum des Töpferdaseins führt. Ich plane eine Ausstellung Am 1. Adventswochenende hier zu Hause mit Arbeiten aus dem November-Brand. |
| 13. September |
![]() Bei der Eröffnung unserer gemeinsamen Ausstellung in Heidelberg |
![]() Jun Isezaki dreht Teeschalen in meinen Atelier. Links beobachtet Jeff Shapiro Isezaki beim Abdrehen der Schalen. Es ist faszinierend, mit welcher Sicherheit Jun Isezaki an der Drehscheibe arbeitet und wie gelassen seine Formen aus den Händen wachsen. |
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| 12. August | Der
Ofen wurde letzte Woche sieben Tage und Nächte bei heißem Augustwetter
gebrannt. Nun kühlt er für etwa 10 Tage ab. Die Spannung ist diesmal
sehr groß, denn im Ofen befinden sich Arbeiten für die nächste
Ausstellung in der Galerie Heller in Heidelberg. Jun Isezaki aus Bizen, Japan, Jeff Shapiro aus USA und ich zeigen Arbeiten aus unseren Anagama- Brennöfen. Als "Lebender Staatsschatz" gehört Jun Isezaki zu einer alten Keramikerfamilie, die seit Generationen die traditionelle Bizen Keramik herstellt. Isezakis Arbeiten reichen von traditionellen Gefäßformen bis hin zur freien Skulptur. Er steht in enger Verbindung zu Jeff Shapiro, der in der Nähe von New York lebt und arbeitet. Ich kenne Jeff seit einigen Jahren, unsere Bekanntschaft entwickelte sich zur Freundschaft, die einen regen Gedankenaustausch ermöglicht. Jeff Shapiros Arbeiten überzeugen durch ihre sichere Formensprache und der ausgefeilten Brenntechnik. Als der Jüngste dieser Künstlergruppe bin ich sehr gespannt auf diese Ausstellung. Eröffnung: 7. September 2008, 11Uhr Einführung: Stefan von der Schulenburg, MAK Frankfurt |
| 15. Juni | Nach
einigen Wochen intensiver Arbeit in der Werkstatt füllen sich die Regale
und die Stücke können langsam trocknen. Neben kleineren Formaten habe
ich wieder einige sehr große Formen gebaut. Diese Arbeiten nehmen einen
bedeutenden Platz in meinem Schaffen ein. Gerade habe ich neben einigen
kleineren Stücken zwei sehr schöne große Arbeiten zu Brusberg nach
Berlin gebracht, wo sie im Kontext zu Skulpturen und Bildern der
klassischen Moderne gezeigt werden.
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| 5. Juni | Das
warme Sommerwetter versetzt mich in beste Arbeitsstimmung. So drehe ich
zahlreiche Stücke auf der Töpferscheibe, baue große Formen, drehe
große Gefäße und zwischendurch entstehen immer wieder Teeschalen. Wenn ich an meinem Brennofen vorbeilaufe und hineinblicke, weiß ich, dass noch viel mehr Stücke gemacht werden müssen, um diesen großen Leib zu füllen. |
| 7. April | Nach
einer zweiwöchigen Wanderung in der Sahara, bei der alle Gedanken an die
Keramik vom Wind in die endlose Weite weggeblasen wurden, bin ich nun
wieder in meiner Werkstatt, fühle die Geschmeidigkeit des Tones in meinen
Händen und vertiefe mich dabei in meine eigene Formenwelt.
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Ceramic Art London 2008 The www.ceramics.org.uk |
| 8. März | Wir
waren einige Tage in London, wo ich meine Arbeiten bei Ceramic Art London 2008
gezeigt habe. Diese sehr schöne Ausstellung im Royal College of Art war
meine erste Präsentation in England. Das Publikum war sehr interessiert
und der Keramik gegenüber sowieso sehr aufgeschlossen. Ich bin sehr
glücklich darüber, dass einige der besten Arbeiten für große
Sammlungen erworben wurden. Nach den eindrucksvollen Tagen in dieser Metropole genießen wir jetzt wieder die Ruhe zuhause, wo ein konzentriertes Arbeiten möglich ist. |
| 17. Januar | Der neue Katalog ist gedruckt. |
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Teekeramik 2007 28 Seiten, 4 farbig, 21x21cm
Wie schon vor einem Jahr habe ich wieder meine schönsten Arbeiten für die Teezeremonie in einem kleinen Katalog dokumentiert. Alle Werke sind noch im Hause und können daher auch erworben werden. Preis: zu bestellen bei Uwe Löllmann per E-Mail oder 07739-206 |
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| 3.Januar | Seit einigen Tagen arbeite ich an einem kleinen Katalog, in dem meine neue Teekeramik dokumentiert wird. Ausgesuchte Stücke werden ausführlich vorgestellt. |
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| 2007 | Die neuen Arbeiten
werden am 1. bis 3. Dezember bei unserer Atelierausstellung gezeigt. Meine Frau zeigt zwei große handgefertigte Quilt-Decken, die in diesem Jahr entstanden sind. |
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13. November |
Heute schneit es schon den ganzen Tag. Ich bin froh, dass der Ofen gebrannt ist. Sieben Tage haben wir kräftig geheizt, ein riesiger Berg Holz hat der Ofen verschlungen. Nun heißt es: Geduld haben! Denn der Ofen benötigt mindestens 10 Tage, um unter 60 Grad abzukühlen. Doch diese Zeit ist immer wieder eine ganz besondere Phase der Vorfreude. |
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6. November |
Seit gestern brennt das Feuer im Brennofen. Sieben Tage soll der Brand dauern. Zwei sehr große Arbeiten befinden sich im Ofen, dazu ausgesuchte Teeschalen und natürlich eine Vielzahl unterschiedlichster Formen. |
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11. Oktober |
Meine Hände sind wieder
tonverschmiert. Seit ein paar Tagen drehe ich Gefäße auf der Scheibe.
Ich staune immer wieder über die Hände, die auch selbst nach einer
längeren Töpferpause ganz sicher arbeiten. Im Kopf hängen noch die
Hemmungen vor dem Ton fest, während die Hände schon auf Spurensuche
gegangen sind und den Formen ihre Handschrift einprägen.
Anfang November werden wir den Ofen Einräumen und anschließend 8 Tage brennen. Einige sehr große Formate werden gebrannt und dazwischen kleinere Stücke. Ich freue mich schon auf diese besondere Zeit am heißen Ofen, wenn die Tage kurz sind und oft der Nebel hier alles einhüllt. |
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1. Oktober |
Gestern kam ich vom
Ausstellungsaufbau und der Eröffnung im Museum Eckernförde
zurück. Dort werden bis zum 28. Oktober meine Arbeiten gezeigt.
Erlesene Teedosen und Teeschalen aus dem letzten Brand bilden einen
Schwerpunkt der Ausstellung. In zwei sehr schlichten Räumen des Museums
sollen die Arbeiten den Besuchern einen Einblick in die faszinierende
Schönheit der Keramik aus dem Holzbrennofen ermöglichen. Öffnungszeiten: Di-Sa 10-12.30 und 14.30-17 Uhr So 11-17Uhr, Feiertage 14.30-17 Uhr |
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7. - 9. September |
Keramiktage Hüfingen,
dieGalerie, LÖLLMANN zeigt LÖLLMANN In den schönen Räumen der Galerie zeige ich neue Arbeiten, darunter sehr beeindruckende Teeschalen aus dem letzten Ofen. An allen Tagen werde ich persönlich die Ausstellung betreuen.
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| 15. Juni | Letzte
Woche brannten wir den Ofen 6 Tage und Nächte lang. Nun kühlt der Ofen
ab, heute schon bei 175 Grad. Ja, es dauert noch ein paar Tage, bevor wir
in sein Inneres schauen können. Gespannt bin ich auf die Teeschalen, von
denen die besten gebrannt wurden. Die neuen Arbeiten werden bei unserer Sommerausstellung 2007
gezeigt.
Sommerausstellung 2007 |
| 12. Mai | Seit einigen Wochen baue ich neben dem Drehen an der Scheibe wieder grosse Arbeiten auf. Die ungewöhnliche Frühlingswärme sorgt für ein schnelles antrocknen, sodass ich jeden Tag weiterbauen kann. Inzwischen macht sich das konstante Arbeiten an Großformaten bemerkbar: Ich werde im Aufbau sicher und es entwickelt sich ein gutes Gefühl im Arbeitsablauf. Jedoch ist der Brand das ausschlaggebende für das Endresultat. Das Feuer ist unberechenbar und selbst sehr vorsichtiges Brennen kann die grossen Arbeiten noch gefährden. Dieses Risiko immer wieder von Neuem einzugehen ist eigentlich die entscheidende Hürde, die es jedes mal zu überwinden gilt. |
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| 22. April | Ein
berauschender Frühling! Vor meiner Werkstatt blüht eine japanische
Kirsche in voller Pracht und ihr rosa Schimmer leuchtet auf die frisch
gedrehten Formen auf der Töpferscheibe. Die Wochen vergehen, viele Arbeiten sind zwischen meinen Händen entstanden. Alles trocknet sehr schnell, so dass ich auch mit den großen Arbeiten schnell voran kommen. Die Regale füllen sich, die Stellplatze werden knapp - ein Zeichen, dass bald gebrannt werden muss. Ja, ich denke an einen Brand Anfang Juni. Davor bin ich mit ausgewählten Arbeiten auf dem Töpfermarkt in Diessen nach einer Pause von drei Jahren. |
| 23. Februar | Um
die 900 Schalen stehen nun in meinen Trockenregalen. Es war eine
interessante Arbeitsphase: Jeden Morgen den Ton kneten, große Ballen,
denn ich drehe meistens 5-7 Schalen aus einem Tonklumpen. In einem Schwung
drehte ich 30 bis 50 Stücke, jede Schale sollte einen ganz eigenen
Charakter haben. Das ist gar nicht so einfach, denn die Hände gewöhnen
sich sehr schnell an einen routinierten Bewegungsablauf. Es gab Tage, an
denen ich den Ton bis fast an seine statische Grenze bearbeitete, die
Formen oft sogar deformierte. Schön oder nicht schön spielte dabei keine
Rolle, es geht sowieso um ganz andere Qualitäten. Ist es nicht der Geist,
den man in das Stück pflanzen muss? Es gab Tage, an denen die Konzentration schwach war, die Gedanken mit anderen Dingen beschäftigt waren. Gerade in jenen Momenten der Abwesenheit entstanden auch sehr interessante Arbeiten, unspektakulär und still, stark durch die geübte Handschrift. Nun beschäftige ich mich mit anderen Formen, größere gedrehte Stücke und aufgebaute Arbeiten. Von den Teeschalen bleiben nach dem Brennen sicher nur ganz wenige übrig. Ja, ich bin gespannt wie dieser Versuch zu Ende geht. |
| 3. Februar | Seit vier Wochen drehe ich Chawans ( Teeschalen), Tag für Tag. Die Regale füllen sich mit den unterschiedlichsten Schalen, denen die Tagesstimmungen anzusehen sind. Später werde ich aus dieser Fülle die besten Stücke auslesen für den nächsten Brand. Ja, ein sehr spezieller Jahresanfang! |